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Klassische Homöopathie

Die Kraft der weißen Kügelchen

Klassische Homöopathie

Den Begriff „Homöopathie“ haben viele Menschen schon einmal gehört, jedoch wissen nur wenige, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Die „klassische“ Homöopathie ist eine eigenständige Therapieform, die von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt wird, die sich zusätzlich zu ihrer Berufsausbildung in diese Methode eingearbeitet haben.

Keine Krankheit gleicht einer anderen, deshalb wird in jedem Krankheitsfall das geeignete homöopathische Arzneimittel individuell für den Patienten gewählt. Ausschlaggebend sind dafür die spezifischen Symptome und die Persönlichkeitsmerkmale des Erkrankten. Ein Homöopath sucht nach einem homöopathischen Einzelmittel, welches genau den Beschwerden und Symptomen eines Kranken entspricht.


Entdeckt wurde die Homöopathie vor ca. 250 Jahren von dem Arzt Samuel Hahnemann. Er verfügte über eine hohe Intelligenz, eine erstaunliche Intuition und einen außerordentlichen Wissensdrang. Diese Eigenschaften in Kombination mit Fleiß und Ausdauer hat ihn eine einzigartige Heilmethode entdecken und entwickeln lassen. Er arbeitete zu seiner Zeit als berühmter homöopathischer Arzt mit sensationellen Ergebnissen. 

„Johann Wolfgang von Goethe“, der zu Zeiten Hahnemanns lebte, wurde nach einem schweren Herzinfarkt homöopathisch behandelt. Er schrieb 1820 begeistert:

„Ich glaube jetzt  eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde.“


Der Begründer der Homöopathie:
Samuel Hahnemann

Geboren 1755 in Meißen, erwies sich Samuel Hahnemann bereits zu Schulzeiten als ungewöhnlich. Äußerst begabt, erteilte er an seiner eigenen höheren Schule, selbst noch Schüler, im Alter von 12 Jahren bereits Unterricht.

Aber nicht nur intellektuell, auch ethisch und moralisch zeigte sich seine ungewöhnliche Persönlichkeit. Nach dem Studium der Medizin promovierte er und arbeitete äußerst erfolgreich als Doktor der Medizin, unter anderem als Leibarzt des damaligen Landesfürsten.

Doch, mit den schulmedizinischen Methoden mit ihren starken Nebenwirkungen, äußerst unzufrieden, sah er sich nicht mehr in der Lage, mit gutem Gewissen den ärztlichen Beruf auszuüben. Er gab seinen lukrativen Beruf als Arzt auf, und erwarb sich einen kargen Lebensunterhalt durch das Übersetzen und Bearbeiten wissenschaftlicher Bücher.

Beim Übersetzen eines solchen Arzneimittelwerkes entflammte sich Hahnemanns kritischer Geist. 1790 stieß er auf eine Beschreibung der Wirkung von Chinarinde, die bei Malaria als Medikament eingesetzt wurde. Die Textstelle erschien ihm unglaubwürdig, und so schluckte er eine Dosis des beschriebenen Mittels, um sich Klarheit zu verschaffen. Zu seinem Erstaunen stellte er fest, dass bei ihm, dem Gesunden, ganz ähnliche Malaria-Symptome auftraten.

Dies war die Geburtsstunde der Homöopathie. Die Chinarinde konnte die Malaria heilen weil sie in der Lage war, ähnliche Symptome beim gesunden Menschen hervorzurufen. Hahnemann erkannte dies ganz klar. Auf der Basis der Selbstversuche prüfte er, nach der ersten Erkenntnis, unzählige Mittel auf ihre Symptome, und er definierte das Ähnlichkeitsgesetz: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Er sammelte im Laufe der Jahre, bis an das Ende seines Lebens, Ärzte und Studenten um sich, die mit ihm Mittel prüften. Nach seinem Tod setzten seine Nachfolger sein homöopathisches Erbe fort. So kam ein riesiger Arzneischatz zusammen.

Hahnemann begann als homöopathischer Arzt zu arbeiten mit sensationellen Ergebnissen. Es waren ja diese an Wunder grenzenden Erfolge, die der Homöopathie erst Beachtung und Bedeutung verliehen. Beispielsweise bei der Typhus-Epidemie 1813 in Leipzig verlor Hahnemann von 180 erkrankten Patienten nur einen Einzigen, und das war eine Greisin von über 80 Jahren. Bei der Schulmedizin lag die Sterblichkeitsrate bei 95%!

Hahnemann´s großes Verdienst ist aber nicht nur die Entdeckung des Ähnlichkeitsprinzips, sondern auch die durch unaufhörliches Experimentieren und jahrelange Erfahrung entwickelte Methode des „Potenzierens“, die energetische Kraftentfaltung aus der Ursubstanz eines Stoffes.

Seine hohe Intelligenz, seine erstaunliche Intuition und sein außerordentlicher Wissensdrang in Kombination mit Fleiß und Ausdauer hat ihn eine einzigartige Heilmethode entdecken und entwickeln lassen.

Samuel Hahnemann starb 1843  im Alter von 88 Jahren.